Berlinfahrt – Montag
08:00 (viel zu früh für einige...): Abfahrt. Nachdem endlich die Wagenladungen Gepäck der Mädels ;-) (Kommentar: Stimmt doch gar nicht!!) irgendwie in den Bus gequetscht waren, konnte es losgehen. Verteilt auf zwei Busse mussten Schüler und die Lehrer Herr Peters, Herr Rheker, Frau v. Boeselager, Frau Meyer-Tokic und Schwester M. Theresia jetzt irgendwie die 7h Fahrt rumkriegen, bis wir schließlich in Schloss Sanssouci ankamen - bei kaltem, aber immerhin trockenem Wetter. Dieses sollte uns auch die folgenden Tage in ähnlicher Form begleiten - gutes Wetter gab's leider gar nicht. Aber zurück zu Sanssouci. Herr Peters hatte eine noch einige Schüler "überzeugt" Referate zu halten ;-) sodass wir unsere eigene kleine Führung hatten. Danach konnten wir noch kurz auf dem Gelände rumlaufen bis es wieder in den Bus ging und damit ab nach BERLIN! Das St. Michaels-Heim, indem die Brede seit Jahren zu Gast ist, sah dann auch recht überzeugend aus (was leider, wie wir hinterher feststellen mussten, nicht unbedingt für das Essen gilt...). Also schnell die Zimmer bezogen, Abend gegessen und dann ging's auch schon los zur ersten Veranstaltung, der Blueman Group. Wir kamen etwas zu früh an und durften deshalb noch kurz den Potsdamer Platz unsicher machen, bis wir schließlich den Weg in die Show fanden. Hat sich dann aber auch gelohnt. Einige waren davon so schwer begeistert dass sie spontan noch ein Stück "Requisite" (ein Stück Krepppapier ;) ) mitgehen ließen.Berlinfahrt – Dienstag
Nachdem wir am Dienstag morgen frisch und ausgeschlafen um 9 Uhr das Michaelsheim verließen, warteten schon unsere Stadtführer in den Bussen. Wir fuhren durch mehrere Stadtviertel, u.a. Grünewald, Kreuzberg und Mitte, und besichtigten in aller Schnelle die wichtigsten Touristenziele in Berlin. Hierbei stolperte man an jeder Ecke über Vorbereitungen für die diesjährige Fußball-WM. Von den Büschen auf den Verkehrsinseln bis hin zum Fernsehturm wurde in diesen Monaten alles annähernd rundes zum Fußball umlackiert.
Den Nachmittag hatten die Schüler zur freien Verfügung. Schade nur, dass wir Kleinstädter uns in der Weltstadt Berlin nicht auf Anhieb zurechtfanden. Doch zu guter letzt fand jeder das Brandenburger Tor (und den großen Fußball davor) wieder...
Von dort aus fuhren wir direkt ins Regierungsviertel zum Bundestag. Nach längerer Personenkontrolle wurden wir unter ständigem Meckern des Sicherheitsdiensts zu unserem Bundestagsabgeordneten Jürgen Herrmann geführt. Er stand uns eine Stunde lang Rede und Antwort zu unseren Fragen. Anschließend besichtigten wir noch den Plenarsaal und hörten uns einen Vortrag über Parlamentstagungen an.
Das Schönste an dem Abend war dann der Blick über Berlin bei Nacht. Dazu mussten wir mit dem Fahrstuhl auf die Kuppel des Bundestages fahren. Nachdem einer von 2 Fahrstühlen wegen Überfüllung nicht mehr arbeitete, dauerte der Aufstieg dementsprechend lange.
Aber die Aussicht entschädigte alles!
Nach einem langen Tag kamen wir ca. 2 Stunden zu spät wieder im Michaelsheim an.
Berlinfahrt – Mittwoch
Als wir nach dem Frühstück in die alte Nationalgalerie gefahren sind, schien sich die Stimmung - anfänglich gut - zu verändern. Erst war ich noch interessiert an den Bildern, doch dadurch, dass unser Blick, von der uns führenden Kunststudentin auf einzelne Bilder gelenkt wurde, war das Interesse schnell vorübergegangen.
Als ein Mitschüler nachher noch in die Räume gehen wollte, die wir mit der Führerin nicht gesehen hatten, dachte ich, naja, Photos machen und dann in die Stadt zum Mittagessen um danach noch etwas von derselbigen zu erleben. Aber da man sich plötzlich die Bilder angucken konnte für die man sich interessierte und ab da stand für mich fest: Kunst ist schön - man muss sie nur in Ruhe auf sich wirken lassen. In dieser Zeit entstanden auch die Bilder der Fresken, die die Geschichte von Joseph (der mit den 7 guten und 7 schlechten Jahren) zeigen. Zu diesen Fresken (Wandmalereien) ist zu sagen, dass ein deutscher König sich diese gekauft hat, zu der Zeit da sie noch in Italien an die Wand gemalt waren. Von nun an begann die Suche nach einem Menschen der es sich zutraute diese von der Wand abzumeißeln. Dieser "Narr" - so nannten ihn die Leute weil sie das, was er sich zutraute für unmöglich hielt - fand sich nach dem Tod des Königs. Nun mussten aber die "Bild-Wände" noch über die Alpen transportiert werden. Um zu zeigen welch bemerkenswerte Tat er da vollbracht hat, hat man den Rahmen bis heute nicht entfernt.
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Berlinfahrt – Donnerstag
Morgens fuhren wir – nach (mehr oder weniger ausgiebigem) Frühstück – ins Deutsche Technik Museum Berlin (DTMB). Zum Ärger mancher Mitschüler beschnitten die Lehrer die Besuchszeit auf 2 Stunden, nach den zwei Stunden jedoch waren viele auch ganz froh, dass es vorbei war. Bei der Abfahrt zum Potsdamer Platz sorgte der Bus für Aufregung, also hieß es: Anschieben. Doch glücklicherweise sprang der Bus an. Am Potsdamer Platz hatten wir dann die Möglichkeit, unsere im Verteidigungsministerium bekommen Gutscheine bei MacDonalds einzulösen. Nachmittags besuchten wir dann das ehemalige Stasi-Gefängnis in Berlin-Hohenschönhausen . Eine der vier Gruppen wurde von einem Kamerateam der Deutschen Welle, dem Auslandssender der Deutschen Fernsehen begleitet. Deshalb nahm sich der Führer Mad-Maik, ein ehemaliger Gefängnisinsasse - aus politischen Gründen wohlbemerkt -, auch extra viel Zeit für die Führung: Die Führung der anderen Gruppen dauerten ca. eine Stunde, diese Führung jedoch zwei-einhalb Stunden, sodass diejenigen, die an den kurzen Führungen teilgenommen hatten, ziemlich sauer waren, da sie so lange im Bus warten mussten. Um 17:30 ging es dann endlich zurück zum Michaelsheim, wo schon das Abendessen auf uns wartete. Danach war freier Abend, wobei die Lehrer uns um 22:00 Uhr ein Getränk in der dem Michaelsheim angegliederten Bar spendieren wollten, sodass es ein für die meistem ein sehr später Abend werden sollte.

Gefängnistrakt des ehemaligen Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen
Berlinfahrt – Freitag
Nach dem freien Abend am Tag zuvor ging es für manchen mit Katerstimmung in den neuen Tag. Um 11:00 Uhr war Abfahrt, jedoch ging es nicht direkt nach Hause zurück, sondern erst besuchten wir noch den eine Woche zuvor neu eröffneten Berliner Hauptbahnhof – ein gigantisch großes Bauwerk, doch trotz seiner Größe sehr übersichtlich: Ganz unten verkehrte die U-Bahn, im Stockwerk darüber die S-Bahn und ganz oben schließlich der Fernverkehr (weitere Bilder vom Hauptbahnhof).
Nach einer halben Stunde Aufenthalt ging es dann - endlich - nach Hause. Wir hatten kaum Stau und kamen um ca. 16:30 in Brakel an.


