Demonstration zur Einhaltung des Völkerrechts vom 24.03.2003 auf dem Markplatz in Brakel:

Krieg ist keine Lösung!!!


Am 24. März machten sich rund 400 Schüler/innen und Lehrer/innen der Bredenschulen auf, um für die Einhaltung des Völkerrechts zu demonstrieren. Um 12.20 Uhr zogen die Beteiligten, in einem Schweigemarsch, von der Schule zum Markplatz in Brakel. Dorothee Rabenhorst kritisierte in ihrer Ansprache, dass das Volk im Irak unter menschenunwürdigen Verhältnissen leben müssen. Sie merkte an, dass niemand alle Fakten kenne um sich eine Meinung bilden zu können. Anschließend verlasen die Schüler/innen der 9b ihre selbstgeschrieben Gedichte zum Thema Krieg und Frieden, indem sie geschlossen für den Frieden in der Welt appellierten. Martin Lausberg, Vertrauenslehrer der Brede, gab zu bedenken, dass man sich nicht auf Gott beziehen dürfe, wenn man einen Krieg legitimieren wolle. "Unser Gott ist ein Gott des Friedens nicht des Krieges!" Er träumt von einer Welt, in dem religiöse Fanatiker nicht zum "Heiligen Krieg" sondern zum "Heiligen Frieden" aufgerufen werden. Weiterhin betonte er, dass Gewalt nicht mit Gewalt, sondern mit Liebe beantwortet werden dürfe. Mit Schwester Maria Theresia schrieben Schüler/inne der siebten Klasse Fürbitten, die sie vortrugen, um für ein schnelles und unblutiges Ende des Krieges und für die Sicherung des Friedens in der Welt zu bitten. Zwischendurch wurden Lieder wie "Blowing in the wind", "Imagine" und "Give peace a chance" gesungen, an der sich nicht nur zwei Gitarristen und der Musiklehrer Martin Koch beteiligten, sondern auch etliche Schüler/innen und Lehrer/innen.

Mit dieser Aktion zeigten Bredenschüler/innen, Lehrer/innen und Brakeler Bürger das sie einheitlich für den Frieden in der Welt eintreten. Mit dieser Demonstration riefen sie dazu auf, dass Völkerrecht zu wahren und die Würde jedes Menschen zu achten.


Marina Köhne verfasste folgendes Gedicht:

 

Niemals

Wenn ich so in der Sonne lieg',
denke ich nicht oft an Krieg.
Doch wenn ich's tu, dann denk' ich mir,
wie gut wir es doch haben hier.

Nie gehört den Ton der Bomben,
nie gehört das Kriegsgeschrei.
Nie versteckt in Katakomben
bisher war ich immer frei.

Nie wart' ich vom Krieg befangen,
nie musst' ich um mein Leben bangen.
Niemals hungern, niemals frieren,
niemals flüchten auf allen Vieren.

Das Leben hier ist wundervoll,
so friedlich ohne Sorgen.
Ich lehne mich entspannt zurück
und denke an das Morgen.

Wie viele können dies nicht tun,
vor lauter Angst nicht einmal ruhen.
Sie fürchten sich vor'm nächsten Tag,
und fragen was noch kommen mag.

Wie viele Tote muss es noch geben,
bevor wir alle nach Frieden streben?
STOPPT den Krieg, um dies recht bald.
Denn nichts ist schlimmer als Gewalt!

Christian Föller & Sandra Böhner


Ein langer Zug von Schülerinnen und Schülern auf dem Weg von der Brede zum Rathausplatz
Ein langer Zug von Schülerinnen und Schülern auf dem Weg von der Brede zum Rathausplatz
Mitglieder der Schülervertretung
Mitglieder der Schülervertretung
Schüler bei der Schlußkundgebung auf dem Rathausplatz
Schüler bei der Schlußkundgebung auf dem Rathausplatz