Shakespeares Macbeth

Chaos und Stress in den Proben - dafür aber eine gelungene Aufführung

Ein Bericht von Marius König (Jg. 12)

Marius König Marius König
Macbeth-Darsteller der ersten Aufführung
Johannes Meyer Johannes Meyer
Macbeth-Darsteller der zweiten Aufführung

Als etwa zur Weihnachtszeit der Entschluss feststand, in der anstehenden Literaturaufführung das Stück "Macbeth" von William Shakespeare aufzuführen, waren noch einige der beteiligten Schüler sehr skeptisch - und das zu Recht. Das Stück ist inhaltlich recht schwer zu verstehen, weshalb es auch erst auf den Lehrplänen des Englisch-Leistungskurses auftaucht.

Zwar wurde das Stück nicht in seiner Originalsprache, Englisch, aufgeführt, aber auch die deutsche Übersetzung hatte noch einige Tücken, weshalb sich Frau Drewes, die die Leitung des Stückes übernahm, gezwungen sah viele Textstellen zu kürzen bzw. umzuschreiben. Nach sehr vielen Proben, die oftmals die gesamten Wochenenden beanspruchten, war leider vor der Aufführung noch kein wirklich gutes Ergebnis vorzuweisen. Daher endete selbst die Generalprobe noch in ziemlichem Chaos. Aber wie es ja im Theaterjargon heißt: Wenn die Generalprobe schief läuft, wird die Aufführung umso besser!

Und so war es zum Glück auch bei uns. Bis auf einige wenige Texthänger, die bei der großen Menge des zulernenden Textes nicht weiter ins Gewicht fielen, verlief die Aufführung ohne nennenswerte Probleme. So war die Erleichterung nach dem Stück bei allen Teilnehmern recht groß. Zumal auch aufgrund des überaus "guten" Wetters die Aula extrem heiß und stickig war, was besonders bei langen Monologen im Spotlicht große Überwindung von den Schauspielern abverlangte.

Besonders überzeugend haben auch alle Schauspieler ihre Rollen verkörpert. So kam überaus häufig aus dem Publikum die Resonanz, dass die Schauspieler ihre Rollen wirklich gelebt hätten. Sehr gut wurden auch die Schwertkämpfe vom Publikum aufgenommen, da sie dem Stück zusätzliche Dynamik verliehen haben. Auch die Mimiken und Betonungen der Schauspieler haben die Ausdruckskraft des Dramas und der sprachlichen Bilder bestärkt.

Besonderer Dank gebührt an dieser Stelle auch Frau Drewes, die viele Nachmittage und Nerven für das gute Gelingen der Aufführung geopfert hat. So kamen beispielsweiße die Kostüme erst am Nachmittag vor der Aufführung an. Abschließend bleibt mir nur noch mich bei allen Beteiligten für die überaus schöne Aufführung und den Spaß, den wir bei den Proben hatten, zu bedanken und dem 2. Spielteam für die Aufführung am Mittwoch, dem 21. Juni um 19:00 Uhr viel Glück zu wünschen. Weitere Informationen können Interessierte unter der Adresse www.macbeth.de.tt abrufen.

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