Fahrt zur Wewelsburg am 27. Januar 2003
Am 27. Januar 2003 fuhren die Klassen 10a und 10c unter der Leitung von Herrn Koch und von Frau Dr.
Aufenanger zur Wewelsburg nahe Paderborn anlässlich des Gedenktages für die Opfer des
Nationalsozialismus in Deutschland.
Diese Gedenktag wurde
von dem früheren Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt und auf den 27. Januar
gelegt, da am 27. Januar 1945 das Konzentrationslager Auschwitz befreit wurde.
Die Wewelsburg selbst sollte unter Hitler zum "Mittelpunkt der Welt" ausgebaut werden,
damit die nationalsozialistische Führung von dort aus ihre Macht vermehren konnte.
Dieser Plan wurde allerdings nie ausgeführt, da der voranschreitende Krieg dieses
verhindern konnte. Dennoch wurde in den Jahren 1940-1945 ein Konzentrationslager
errichtet, in dem täglich zwei Menschen getötet wurden. Dieses Konzentrationslager
allerdings hieß nicht Wewelsburg, sondern Niedernhagen, damit nicht bekannt wurde,
welche Verbrechen in Wewelsburg begangen wurden. Als der Krieg verloren schien,
wurde die gesamte Burganlage in Brand gesteckt, um alle Dokumente, Pläne
und Aufzeichnungen der SS zu vernichten, damit die gesamten Geheimpläne nicht an
das Tageslicht kommen konnten. Lediglich der große, runde Turm blieb erhalten.
Heute kann man per Führung den Turm besichtigen, in dem immer noch Hakenkreuze
sowie die "Schwarze Sonne" in dem Verteidigungssaal zu sehen sind, sowie die Gruft,
in der hohe SS-Offiziere beigesetzt werden sollten. Der Turm war als Wohnturm für
SS-Offiziere gedacht, heute ist dort eine Jugendherberge untergebracht.
Das Kreismuseum Wewelsburg gestaltete diesen Tag so, dass die Schüler des Liebfrauengymnasiums aus
Büren eine PowerPoint Präsentation vorführten, an der sie schon über 1 ½ Jahre arbeiten.
In dieser Präsentation zeigten sie die Ergebissse auf, dass sie als Schule ohne Rassismus ausgezeichnet
wurden und die Aktivitäten, die sie in diesem Rahmen durchgeführt haben und noch durchführen werden.
Die CD-ROM soll in den kommenden Monaten auf den Markt kommen. Anschließend wurden zwei weitere
Projekte vorgestellt und die Ausstellung "Wewelsburg 1933-1945, Kult- und Terrorstätte der SS",
besichtigt. Anschließend gab es noch eine kleine Burgführung.
Christian Föller